Pensionskonto

Pensionskonto – Was steckt dahinter und was bedeutet das für mich

1. Reaktion: Schock, Erschrecken, Verzweiflung, Wut,…oder: „passt schon“ (dann haben Sie es aber nicht verstanden!)

2. Reaktion: Wohnung kaufen zum Vermieten, Bausparer, Sparbuch, Lebensversicherung, Aktien,..

Wie Sie wirklich mit den Informationen zum Pensionskonto umgehen können und welche Veranlagungsalternativen Sie im Alter wirklich glücklich machen werden:

Jeder von uns hat schon, oder wird bald die Information zu seinem Pensionskonto erhalten.

Ein Beispiel von uns persönlich: rund 800,- Euro ab 65, wenn nichts mehr eingezahlt wird. Da aber bis 65 noch ganz schön lange hin ist, wird das dann mal richtig viel werden. Das ist schon ein beruhigender Gedanke mit 38 Jahren. ODER?

Beruhigung, das ist mitunter eines der Ziele, das mit dieser Zusendung erreicht werden sollte, denn alle Berechnungen haben den aktuellen Status quo als Basis, doch den wird’s in 20,25, oder 30 Jahren nicht mehr geben. Demographisch betrachtet wissen wir jetzt schon (hier nachzulesen), dass die Pensionslast in 20 Jahren auf viel weniger Schultern lasten wird als jetzt. Stellen Sie sich nur die Höhe der Abgaben (Pensionversicherung, Steuern) vor, wenn z.b. ab 2015 ein großer Teil der Erwerbstätigen wegfällt, aber mindestens genau so viel Geld vom Staat gebraucht wird wie jetzt. Das ist unangenehm. Gott Sei Dank ist es 2015 noch nicht so weit, aber die Prognosen sagen dieses Szenario für 2035 voraus.

Conclusio: Jene die sich in Sicherheit wiegen, aber erst in 20 oder mehr Jahren in Pension gehen, müssen ihr wohliges Gefühl durch die nackten Fakten ersetzen und wirklich überlegen was sie jetzt machen.

Noch ein Kurzkommentar zur aktuellen Pensionskontokampagne:

einfach.transparent.sicher“ lautet der Slogan des Pensionskontos. Hier sollten zwei Dinge nicht vergessen werden: Das österreichische Pensionssystem ist und bleibt ein Umlageverfahren (wir bezahlen aktuell die Pensionen derer die schon in Pension sind). Es gibt KEIN Konto im klassischen Sinne auf dem ich Geld sammle und dann beheben kann. Es handelt sich hier nicht um reale Euros. Weitere Pensionsreformen werden nötig sein (siehe oben) und die Situation abermals massiv verändern.

Was machen, wenn man jetzt sieht, dass die Pension zu wenig werden wird?

Viele unserer Klienten denken dann sofort daran, eine Eigentumswohnung zu kaufen und die zu vermieten. Super Idee, wenn man einen speziellen Zugang zu Wohnungen hat, die 50% unter Marktpreis zu haben sind. Schlechte Idee, wenn man zu Marktpreisen kauft, denn eine Bruttorendite von ca. 2,5-3,5% vor Steuern schlägt nicht einmal die Inflation langfristig betrachtet. Vom Mietausfallrisiko (schon mal eine Räumungsklage gegen jemanden eingebracht? Das dauert bis zu 12 Monate in Österreich), über Instandhaltungsprobleme bis hin zu steuerlichen Problemen (ja, die Mieteinnahmen müssen gemeinsam mit dem Erwerbseinkommen, d.h. bis zu 50%, versteuert werden).

Mehr rund um das Thema Immobilie in unserem Artikel Miete vs. Kauf.
Bleiben Sparbuch und Bausparer, doch damit werden Sie auch die Inflation nicht schlagen können – auch hier der Verweis auf mehrere Artikel der letzten Monate / Jahre: Bausparen, Altersvorsorge, Geldanlage allgemein.

Bleibt nur eine breit gestreute Veranlagung in mehrere Assetklassen: mit Aktien, Anleihen, Immobilien, …

FAZIT

Aufrechten Hauptes den Problemen entgegentreten und sie lösen, statt Vogel-Strauß-Politik!

, , , ,

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar