krankenzusatzversicherung

Stationäre Krankenzusatzversicherung – sinnvoll oder nicht?

Brauche ich eigentlich eine Krankenzusatzversicherung? Was beinhaltet diese? Ab wann macht es Sinn eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen? Welche Varianten gibt es?

Grob lässt sich die Krankenzusatzversicherung in drei Teile aufteilen – stationär, ambulant und Zahn. Bei der stationären Krankenzusatzversicherung geht es um die Sonderklasse (Zweibett- oder Einbettzimmer) im Krankenhaus. Bei der ambulanten Krankenzusatzversicherung geht es um Themen wie die Deckung von Kosten bei Wahlarztbesuchen, Physiotherapien, Heil- und Sehbehelfe, usw. Ohne entsprechende Abdeckung ist bei diesen Absicherungen alles rund um das Thema Zahn ausgeschlossen. Dazu wird eine eigene Krankenzusatzversicherung für die Zähne benötigt. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der stationären Krankenzusatzversicherung.

 

Stationäre Krankenzusatzversicherung

Generell beinhaltet die stationäre Krankenzusatzversicherung den Aufenthalt in der Sonderklasse im Krankenhaus. Der Hauptunterschied zwischen der allgemeinen Klasse und der Sonderklasse ist Unterbringung im Sechsbettzimmer (allgemeine Klasse) oder Zweibett- bzw. Einzelbettzimmer. Die Zusatzkosten werden durch die Krankenzusatzversicherung übernommen. Weiters besteht freie Arztwahl.

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Tarifgestaltungsmöglichkeiten. Varianten mit und ohne Selbstbehalt, Bundeslandtarife, Optionstarife und Mischformen davon. Eine volle stationäre Absicherung kostet für zB eine 27-jährige Person ca. 60 Euro (weniger mit Selbstbehalt und mehr ohne Selbstbehalt). Je später eine Absicherung abgeschlossen wird, desto teurer wird es (zB bezahlt eine 50-jährige Person für einen vollen stationären Tarif in OÖ ohne Selbstbehalt ca. 190 Euro). Sind bereits Krankheiten / Gebrechen bekannt dann werden diese Krankheiten entweder (a) problemlos mitversichert, (b) mit einem Zuschlag mitversichert oder (c) ausgeschlossen. Auch eine komplette Ablehnung ist möglich.

Aus diesem Grund ist es wichtig, sobald als möglich einen „Fuß in die Tür“ zu bekommen. Am einfachsten lässt sich dies über einen Optionstarif mit Unfallschutz abbilden. Hier wird einerseits das Alter und die Gesundheit abgesichert um zu einem späteren Zeitpunkt auf einen vollen Tarif umzusteigen. Während der „Optionsphase“ besteht bereits Sonderklasseabsicherung bei Unfällen (bei bestimmten Anbietern auch schon bei schweren Krankheiten).

Kostentechnisch bewegt man sich hier bei ca. 15 Euro. Speziell für junge Menschen ist vor allem der Optionstarif spannend. Das Risiko das Krankenhaus zu benötigen ist eher unwahrscheinlich und Alter und Gesundheitszustand werden dauerhaft abgesichert. Bei den meisten Varianten kann bis 40 oder 50 der „günstige“ Optionstarif behalten werden und jährlich auf den vollen stationären Tarif umgestiegen werden. Welche Variante für jemanden individuell in Frage kommt, hängt natürlich von der persönlichen Situation ab.

FAZIT

Der Einstieg in das Thema stationäre Krankenzusatzversicherung muss nicht teuer sein. Speziell für junge Menschen macht es Sinn Gesundheit & Alter so bald wie möglich abzusichern. Dies ist bereits mit einer monatlichen Prämie von rund 15 Euro möglich. Es ist unwahrscheinlich, dass unser staatliches Gesundheitssystem besser wird, weshalb ein „Fuß in der Tür“ umso wichtiger ist.

Wichtige Informationen zur ambulanten Zusatzversicherung finden sie hier: Ambulante Krankenzusatzversicherung!

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